Geschichte der Selbsthilfevereinigung zur Unterstützung erwachsener Leukämie- und Lymphompatienten e.V. (S.E.L.P. e.V.)
Die Selbsthilfevereinigung zur Unterstützung erwachsener Leukämie- und Lymphompatienten e.V. (S.E.L.P. e.V.) ist die älteste Selbsthilfegruppe für erwachsene Leukämie- und Lymphom-Patienten in Deutschland. Bis 1990, dem Gründungsjahr der S.E.L.P. e.V. gab es, im Gegensatz zu Vereinen für leukämiekranke Kinder, im gesamten Bundesgebiet keine Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit Leukämien, Lymphomen und ähnlichen Systemerkrankungen.
Die Gründungsversammlung der S.E.L.P. e.V. fand mit ausdrücklicher Unterstützung der Ärzte der Universitätsklinik Münster statt.
In den ersten Jahren wurde die gesamte Vereinsarbeit von zumeist Erkrankten ehrenamtlich geleistet. Durch die eigene Betroffenheit der aktiven Vereinsmitglieder, mit all den krankheitsbedingten Begleiterscheinungen und Einschränkungen war eine kontinuierliche Arbeit kaum noch möglich. Da die Anfragen stetig zunahmen und von den 20 Gründungsmitgliedern einige aktive verstarben, wurde die Notwendigkeit einer professionellen Unterstützung immer dringlicher.
Seit 1993 beschäftigt der Verein Halbtags eine Diplom-Pädagogin, die den Patienten und Angehörigen als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht und für die psychosoziale Betreuung und Beratung zuständig ist.
1994 nahm in Nürnberg / Raum Mittelfranken eine Regionalgruppe der S.E.L.P. e.V. ihre Arbeit auf, um für die Betroffenen vor Ort besser erreichbar zu sein.
Getragen wird die Selbsthilfevereinigung zur Unterstützung erwachsener Leukämie- und Lymphompatienten e.V. durch ihre Mitglieder, darunter Patienten, Angehörige und Förderer.